Sind die Knöpfe spitz

„Sind die Knöpfe spitz?“

Geschichte und Therapie meines herzkranken autistischen Kindes.

„Die Autorin beschreibt die besondere, sensible Wahrnehmung der Außenwelt ihres Sohnes authentisch. So authentisch, dass ich mich, selbst vom Asperger-Syndrom betroffen, in vielen Episoden an meine Kindheit und teils immer noch an meine Jetztzeit erinnert fühlte. Es schien zeitweise, ich blickte nicht nur auf eine Buchseite – sondern auch in einen Spiegel …“

Rolf Piotrowski, Heilpraktiker für Psychotherapie / Buchautor, Würselen

Taschenbuch “Sind die Knöpfe spitz?”, 328 Seiten, Preis € 13,90

Zu bestellen unter: http://inci-auth.de/ 

 

 

 

 

 

Für Die Erfindung des Lebens hat der Kölner Autor Hanns-Josef Ortheil eigentlich nicht viel erfinden müssen. Denn die Eckdaten des Romans sind seinem eigenen Lebensweg entsprungen. Hierzu gehört vor allem der Umstand, dass seine Mutter, die zwei Totgeburten hatte und zwei ihrer Kinder im Zweiten Weltkrieg  verlor, nach dem Tod eines der beiden im Granathagel ihre Stimme verlor.  Ortheil,  nunmehr Einzelkind, konnte nach eigenen Angaben erst mit sieben Jahren sprechen und kommunizierte mit der Welt nur mit Hilfe des Klaviers, das er schon als vierjähriger zu spielen lernte; sein erster Satz soll "Gib mal her" gewesen
sein. Und genau darum geht es im autobiografischen Roman Die Erfindung des
Lebens
: um die Aneignung – Erfindung – einer Welt und eines Daseins, die
sich vor allem der (spät gewonnenen) Sprache verdankt.

Wie sein Autor, so bleibt auch dessen Alter Ego Johannes im Roman nach dem Verlust der Sprache durch die Mutter stumm. Ausgeschlossen von der Welt der Anderen, erfindet er sich einen Freund, stets bedacht darauf, alles weitere Unglück von der Mutter fernzuhalten. Durch die Macht der Musik und dank eines bedingungslos liebenden Vaters eröffnet sich dem Helden das Universum der Dinge dennoch, zuletzt, als Schriftsteller, vor allem in Rom, wohin auch Ortheil einst in seiner Jugend ging. Und am Ende – wie selten in der deutschen Literatur, und wie schön deshalb einmal davon zu lesen! – gibt es ein Happyend und alles, oder doch das meiste wird gut.

Die Erfindung des Lebens ist eine Art nachbürgerlicher Bildungsroman, die  Entwicklungsgeschichte eines Antibürgers, der durch Liebe, Schreiben und Musik zu sich selbst finden kann. Ein bewegendes, ein wichtiges Buch. Wenn es den Lebensweg Ortheils nicht gegeben hätte, so müsste man ihn auf diese Weise für die Literatur erfinden. -- Stefan Kellerer

Geschichten aus einer ANDERSWELT von Rolf Piotrowski

 

Wie ein roter Faden zieht sich das Asperger-Syndrom durch die Geschichten. Auch wenn sich die Protagonisten auf den ersten Blick nicht »typisch« autistisch verhalten, verbindet sie ein Anderssein in einer Anpassung fordernden Gesellschaft. Das Asperger-Syndrom, das von einem »fast normalen« Verhalten bis hin zu schwersten Formen reichen kann, äußert sich deutlich anders als der offensichtlich in Erscheinung tretende primäre Autismus. In der Einleitung werden einige wesentliche Merkmale anschaulich erläutert.

Rolf Piotrowski erzählt in seinem ganz eigenen Stil - direkt, einfühlsam und mit feinem Humor. Metaphern verdeutlichen die unterschiedlichen Empfindungen und Herausforderungen, denen Betroffene und die Menschen in ihrem Umfeld begegnen.

Felicitas Hübner